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Messestände und nachhaltige Entwicklung. BWS EXPO Plus erhält das „Gold Better Stands“-Zertifikat

Autor: Aleksandra Wardach

Manager für PR und Kommunikation
bws expo plus better stands gold reuse 1

Eine der größten Herausforderungen der modernen Messebranche besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen Kreativität, Funktionalität und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen zu finden. Immer häufiger kommt es nicht nur darauf an, wie ein Messestand während der Veranstaltung aussieht, sondern auch darauf, was nach Ende der Messe mit seinen Elementen geschieht.

Auf der Vitafoods Europe 2026 erhielten drei von BWS EXPO Plus realisierte Projekte das „Gold Better Stands“-Zertifikat – die höchste Auszeichnungsstufe im Rahmen eines internationalen Programms, das einen verantwortungsbewussteren Ansatz bei der Planung und dem Bau von Messeständen fördert. Die ausgezeichneten Messestände mit einer Gesamtfläche von 217 m², 157 m² und 27 m² nahmen insgesamt über 400 m² Ausstellungsfläche ein. Jedes der Projekte erfüllte die Anforderungen des Programms in allen 10 bewerteten Bereichen.

Was ist „Gold Better Stands“?

Obwohl das Programm „Better Stands“ ursprünglich von Informa Markets entwickelt wurde, wird es derzeit als internationale Brancheninitiative unter der Schirmherrschaft von Net Zero Carbon Events (NZCE) und mit Unterstützung der IFES – International Federation of Exhibition & Event Services – weiterentwickelt. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchenauszeichnungen bewertet es weder die Kreativität des Entwurfs noch die optische Wirkung des Messestandes. Der Schwerpunkt des Audits liegt darauf, ob die einzelnen Elemente des Messebaus nach Ende der Veranstaltung wiederverwendet oder recycelt werden können. Die höchste Stufe „Gold“ wird an Projekte vergeben, die die Anforderungen des Programms in allen bewerteten Bereichen erfüllen. Bei den von BWS EXPO Plus für die Vitafoods Europe 2026 realisierten Projekten erreichte jedes der bewerteten Projekte diese Stufe.

Was wird im Rahmen des „Better Stands“-Programms bewertet?

Das „Better Stands“-Zertifikat wird nicht ausschließlich auf der Grundlage von Erklärungen oder Planungsunterlagen vergeben. Der Bewertungsprozess umfasst mehrere Phasen – von der Projektvorbereitung und der Einreichung von Informationen vor der Veranstaltung über den Standbau bis hin zur Überprüfung während der Messe selbst. Vor Ort wird der Messestand von geschulten Fachleuten bewertet, die prüfen, ob die angegebenen Lösungen mit der tatsächlichen Ausführung übereinstimmen. Bewertet werden sowohl die verwendeten Materialien und Standelemente als auch die Möglichkeit ihrer Wiederverwendung oder ihres Recyclings nach Ende der Veranstaltung. Erst nach Abschluss des gesamten Prozesses wird die endgültige Einstufung vergeben.

Angesichts der Veränderungen in der Messebranche gewinnt nicht nur die Gestaltung des Messestandes selbst, sondern auch die Art und Weise, wie dessen Elemente nach Ende der Veranstaltung verwaltet werden, zunehmend an Bedeutung. Die Möglichkeit, ausgewählte Komponenten wiederzuverwenden, gewährleistet die Markenkonsistenz bei künftigen Messen, erhöht die Flexibilität zukünftiger Projekte und trägt zu einer effizienteren Nutzung der verfügbaren Materialien bei. Dieser Ansatz wird zunehmend nicht nur als verantwortungsbewusst, sondern auch ganz einfach als praktisch angesehen.

Im Rahmen des Programms „Better Stands“ wurden 10 Bereiche des Messestandes hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit oder Recyclingfähigkeit seiner Elemente bewertet:

  • Aufbau und Wände des Messestandes, 
  • Plattformen und Doppelböden, 
  • Möbel und Einrichtung, 
  • Standbeleuchtung, 
  • Standbeschilderung und Branding-Elemente, 
  • Hängekonstruktionen, 
  • Decken und Deckenelemente, 
  • Vitrinen, Leuchtkästen und Ausstellungselemente, 
  • Bodenbelag, 
  • Grafiken und dekorative Elemente. 

Die nach der Messe erstellten Berichte weisen unter anderem auf die Möglichkeit hin, Konstruktionen, technische Bodenbeläge, Möbel, Einrichtungsgegenstände und Beleuchtung wiederzuverwenden. Bei den bewerteten Projekten wurden auch ausgewählte grafische Elemente und Bodenbeläge wiederverwendet.

Hinter der Bewertung von „Better Stands“ stehen konkrete Lösungen

Ein Beispiel hierfür sind Platten, die beim Bau von Messeständen verwendet werden. Wenn sie nach Abschluss des Projekts nicht mehr als Bauelemente wiederverwendet werden können, erhalten sie ein zweites Leben als Unterlagsplatten zur Bodenverdickung oder als Konstruktionselemente beim Bau von erhöhten Podesten. Wenn sie auch diese Funktion nicht mehr erfüllen können, werden sie zu Klötzen verarbeitet, die im Lager als Stützen und Abstandshalter für Paletten dienen.
Ein Material kann somit sogar in drei aufeinanderfolgenden Phasen seines Lebenszyklus zum Einsatz kommen.
Ähnlich verhält es sich mit Messegrafiken. Nach Ende der Veranstaltung werden sie nicht sofort entsorgt. Je nach Bedarf werden sie wiederverwendet, beispielsweise als Schutz für Möbel, als Abdeckung für gelagerte Gegenstände oder als Schutzmaterial beim Transport der Messestände zur nächsten Messe.
Genau solche Lösungen – die für die Besucher oft nicht sichtbar sind – tragen zu einer effizienteren Materialnutzung bei und gehören zu den Bereichen, die im Rahmen des „Better Stands“-Programms bewertet werden.

Individuelle Messestände und neue Marktanforderungen

Für Unternehmen, die auf vorgefertigte modulare Lösungen zurückgreifen, können einige der Programmanforderungen ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit sein. Bei individuell gestalteten Messeständen sieht die Situation anders aus. Jedes Projekt erfordert eigene Entscheidungen in Bezug auf Design, Konstruktion und Technik. Wir betrachten diese Auszeichnung daher nicht als Beweis dafür, dass es eine einzige universelle Lösung für die gesamte Branche gibt. Wir sehen sie vielmehr als Bestätigung dafür, dass auch bei Projekten, die von Grund auf neu entwickelt werden, erfolgreich nach Lösungen gesucht werden kann, die eine bessere Nutzung von Materialien und Ausstattungselementen ermöglichen, ohne dabei Kompromisse bei Qualität, Funktionalität oder Ästhetik einzugehen.

Zitat-Symbol

"Bereits während der Montage habe ich mich mit Abraxys Global in Verbindung gesetzt, um darauf hinzuweisen, dass wir alle Anforderungen der "Better Stands“-Richtlinie erfüllen. Wir haben dies nicht nur getan, um alle für die Zertifizierung erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen, sondern auch, um Wissen weiterzugeben und zur Suche nach Lösungen im Bereich der Nachhaltigkeit anzuregen.“

Przemysław Regulski, Projektmanager, BWS EXPO Plus

Ein Trend, den man im Auge behalten sollte

Die Messebranche verändert sich allmählich. Immer mehr Aufmerksamkeit wird nicht nur dem Aussehen des Messestandes gewidmet, sondern auch der Art seiner Gestaltung, den verwendeten Materialien und der Möglichkeit, die Standelemente nach Ende der Veranstaltung weiterzuverwenden. Wir bei BWS EXPO Plus beobachten diesen Trend mit großem Interesse und betrachten die Auszeichnung „Gold Better Stands“ nicht als Endpunkt, sondern als Bestätigung dafür, dass sich auch bei individuellen Projekten hohe Verarbeitungsqualität, ein kreativer Designansatz und ein bewussterer Umgang mit Ressourcen erfolgreich miteinander verbinden lassen. Diese Auszeichnung ist für uns vor allem eine Bestätigung für die Qualität der Arbeit des gesamten Teams und eine Motivation, weiterhin Lösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Erwartungen des Messemarktes gerecht werden.

Jeder Stand hat seine eigene Geschichte

Für die einen steht die Markenbekanntheit im Vordergrund, für andere die Funktionalität, das Besuchererlebnis oder Lösungen, die eine Wiederverwendung ausgewählter Bauelemente ermöglichen. Unsere Aufgabe ist es, die Lösung zu finden, die den Anforderungen des jeweiligen Projekts am besten gerecht wird.

Haben Sie eine Idee für einen Messestand? Wir helfen Ihnen gerne dabei, diese in die Tat umzusetzen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
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Quelle: https://betterstands.org/